FRÜF – Frauen reden über Fußball

08. Mai 2019 FRÜF 002: Das ewige Auf und Ab – Von Abstiegsangst und Aufstiegshoffnung

FRÜF 002: Das ewige Auf und Ab – Von Abstiegsangst und Aufstiegshoffnung

Es geht ein Gespenst um in den Bundesligen. Und der Elefant ist nicht erst in den letzten Spieltagen im Raum: Schon zu Saisonbeginn versuchen wir, in unseren Kicktipp-Runden die Absteiger der Saison zu tippen. Über die Hinrunde schwankt die Stimmung oft zwischen „Aaaach, das ist nur ein schlechter Saisonstart, das lief jetzt etwas ungünstig, es ist noch gar nichts entscheiden!“ und „Abstiegsplatz? Hilfeeeee, die Welt geht unter, da gehören wir doch gar nicht hin, oder doch? Oh nein, wir müssen was tun!“. Und spätestens nach den ersten Trainer*innenwechseln fragen wir uns alle, ob das jetzt die richtige Entscheidung war oder uns noch tiefer in den Strudel des Abstiegs ziehen wird. Im ersten Teil der Sendung widmen sich Jasmin, Kristell und Jasmina daher dem Abstieg und allen Emotionen, die dem Abstiegskampf, der Relegation und dem tatsächlichen Abstieg innewohnen: von Konkurrenzgeschrei, Wagenburg-Mentalität und purer Furcht, die plötzlich den Alltag als Fan bestimmt. Aber auch die Vereinsseite wird beleuchtet: Welche Konsequenzen hat so ein Abstieg eigentlich tatsächlich für ein Team? Kann darin auch eine Chance liegen oder werden die Sorgen noch größer, weil man Angst vor dem Durchreichen in die nächsttiefere Liga haben muss? Und welche Entscheidungen auf Vereinsseite können eigentlich während einer Saison noch etwas am Abwärtsstrudel ändern?

Aber all das ist nur die eine Seite der Medaille: Für jeden Fan, di*er Angst vor dem Abstieg hat, gibt es eine*n, für di*en es um den Aufstieg geht. „Ist doch voll super?“, denkt ihr, „Spaß und Hoffnung und vielleicht eine Saison mit richtig viel Geld in der höheren Liga?“. Wäre schön, wenn es so einfach wäre. Aber dass auch ein möglicher Aufstieg durchaus Angst machen kann, beleuchten Kristell, Steffi und Tanja im zweiten Teil der Sendung. Wie geht man mit den ambivalenten Aufstiegsgefühlen um? Was passiert, wenn die Lieblingsspieler*innen nicht gut genug sind für die höhere Liga? Und was ist mit den ganzen „Erfolgsfans“, die dazukommen werden – Fluch oder Segen für den eigenen Verein?

Bonus: Hörerfrage zu FRÜF001

Als Reaktion auf unsere erste Episode „FRÜF001: (Weibliche) Fußballsozialisation“ haben wir von euch einen ganzen Haufen Kommentare erhalten – vielen Dank dafür, das ist total toll! Darunter war auch eine Frage von Philipp, über deren Beantwortung wir uns im Team länger Gedanken gemacht haben. Da dachten wir: Wenn es uns schon so ausgiebig beschäftigt, dann könnte das euch ja vielleicht auch interessieren! Und weil wir ein Podcast sind und kein Blog, haben wir eine Bonus-Episode draus gemacht und keinen Blogeintrag oder Twitter-Thread.

Hört also hier unsere Antworten auf Philipps Frage, wie wir in Gesprächen mit uns bisher fremden Personen/Männern mit dem Thema Fußball umgehen: Haben wir da das Gefühl, uns besonders als fußballinteressiert beweisen zu müssen?

Lasst uns doch einen Kommentar da, ob ihr solche Bonus-Episoden sinnvoll und interessant findet. Vielleicht machen wir sowas ja mal wieder, wenn eine spannende Frage von euch aufploppt und wir gerade Zeit haben! :)

FRÜF001: (Weibliche) Fußballsozialisation

„Mama, Papa, sagt mal: Wie bin ich eigentlich damals zum Fußball gekommen?“ Die Antwort auf diese Frage kann vielfältig und individuell unterschiedlich sein: der Bolzplatz nebenan; das Elternteil mit 30 Jahren Vereinszugehörigkeit und Dauerkarte; der Wunsch, irgendwo dazuzugehören (oder der Drang, sich von etwas anderem abzugrenzen); die Faszination für das Talent eines Fußballsuperstars oder der Wunsch, selbst eine*r zu werden. Doch nicht alles ist so individuell, wie es scheint. Denn Fußball-Fan-Sein hat immer auch mit Sozialisation zu tun: damit, was uns umgibt und was uns prägt.

Kristell, Yvonne, Julie, Mara und Nicole setzen sich in dieser Ausgabe von FRÜF mit den großen Fragen der Fußballsozialisation auseinander: Was ist es eigentlich, das uns am Fußball-Fan-Sein reizt – das Spiel selbst oder eine besondere Atmosphäre, die wir damit verbinden? Wer sind prägende Personen, wenn es um unser Fußballherz geht – und welches Geschlecht haben sie? In welchem Alter ging es los – und erfuhren wir dafür Anerkennung oder wurden wir belächelt? Und wie unterschiedlich hoch sind die Hürden für Frauen und Männer, wenn es um einen Platz in der Fan-Szene geht?

Im ersten Teil der Sendung stellen Mara, Nicole und Kristell einige sozialwissenschaftliche Studien vor, in denen es um die spezifisch weibliche Fußballsozialisation geht. Im zweiten Teil der Sendung setzen sich Kristell, Yvonne und Julie dann mit den Ergebnissen unserer Umfrage zur Fußballsozialisation auseinander, an der viele von euch in den letzten Wochen teilgenommen haben (Ein ganz dickes Dankeschön dafür!). Und natürlich teilen alle Podcasterinnen auch ihre persönlichen Geschichten darüber, wie sie eigentlich zu den Fußballfans wurden, die sie heute sind – zumindest soweit die Eltern die Eingangsfrage beantwortet haben. Oder eben soweit die eigenen Erinnerungen reichen. :)

FRÜF000: Nullnummer

Im März 2018 grübelten Rebecca Görmann und Kristell Gnahm unabhängig voneinander über einem Problem: Es gibt ja viele Fußballpodcasts, aber wo sind eigentlich die, in denen sich Frauen mit Frauen über Fußball unterhalten? Die Leerstelle war ausgemacht.
Zum Glück fanden sich Becci und Kristell und dachten sich: „Wenn wir diesen Podcast nirgendwo so kriegen, dann nehmen wir die Sache eben selbst in die Hand!“ Viele Monate und einen Rundruf unter Fußballfrauen später stehen wir nun hier und präsentieren euch freudig aufgeregt die Nullnummer von „FRÜF – Frauen reden über Fußball“.

In FRÜF steckt, was der Name verspricht: Frauen reden über Fußball. Hinter FRÜF steckt ein stetig wachsendes Podcast-Kollektiv von Frauen, für die Fußball mehr ist als nur eine Sportart. Wir sind Fans, Journalistinnen, Spielerinnen – und manche von uns sogar alles davon. Wir sind diskussionsfreudig, aber solidarisch. Uns interessieren fußballerische Trends, der Diskurs über 50+1 und die gesellschaftliche Relevanz von Antirassismus-Kampagnen des DFB genauso wie die Unterschiede im Umgang mit Frauen- und Männerfußball, die weibliche Fußballsozialisation und der Umgang mit Sexismus im Stadion. Über solche Fragen sprechen wir in wechselnder Besetzung in unserer monatlichen Sendung.

FRÜF ist keine Sportschau in Rosa und keine Analyse von Spielerfrauen-Instagram-Profilen – bei FRÜF geht es um Fußball. Punkt. Wir geben dabei weiblichen Perspektiven und Stimmen eine Plattform, die in anderen Sendungen einfach viel zu selten auftauchen – weil wir es können. Denn wir sind viele.