FRÜF – Frauen reden über Fußball

03. April 2019 FRÜF001: (Weibliche) Fußballsozialisation

FRÜF001: (Weibliche) Fußballsozialisation

„Mama, Papa, sagt mal: Wie bin ich eigentlich damals zum Fußball gekommen?“ Die Antwort auf diese Frage kann vielfältig und individuell unterschiedlich sein: der Bolzplatz nebenan; das Elternteil mit 30 Jahren Vereinszugehörigkeit und Dauerkarte; der Wunsch, irgendwo dazuzugehören (oder der Drang, sich von etwas anderem abzugrenzen); die Faszination für das Talent eines Fußballsuperstars oder der Wunsch, selbst eine*r zu werden. Doch nicht alles ist so individuell, wie es scheint. Denn Fußball-Fan-Sein hat immer auch mit Sozialisation zu tun: damit, was uns umgibt und was uns prägt.

Kristell, Yvonne, Julie, Mara und Nicole setzen sich in dieser Ausgabe von FRÜF mit den großen Fragen der Fußballsozialisation auseinander: Was ist es eigentlich, das uns am Fußball-Fan-Sein reizt – das Spiel selbst oder eine besondere Atmosphäre, die wir damit verbinden? Wer sind prägende Personen, wenn es um unser Fußballherz geht – und welches Geschlecht haben sie? In welchem Alter ging es los – und erfuhren wir dafür Anerkennung oder wurden wir belächelt? Und wie unterschiedlich hoch sind die Hürden für Frauen und Männer, wenn es um einen Platz in der Fan-Szene geht?

Im ersten Teil der Sendung stellen Mara, Nicole und Kristell einige sozialwissenschaftliche Studien vor, in denen es um die spezifisch weibliche Fußballsozialisation geht. Im zweiten Teil der Sendung setzen sich Kristell, Yvonne und Julie dann mit den Ergebnissen unserer Umfrage zur Fußballsozialisation auseinander, an der viele von euch in den letzten Wochen teilgenommen haben (Ein ganz dickes Dankeschön dafür!). Und natürlich teilen alle Podcasterinnen auch ihre persönlichen Geschichten darüber, wie sie eigentlich zu den Fußballfans wurden, die sie heute sind – zumindest soweit die Eltern die Eingangsfrage beantwortet haben. Oder eben soweit die eigenen Erinnerungen reichen. :)

FRÜF000: Nullnummer

Im März 2018 grübelten Rebecca Görmann und Kristell Gnahm unabhängig voneinander über einem Problem: Es gibt ja viele Fußballpodcasts, aber wo sind eigentlich die, in denen sich Frauen mit Frauen über Fußball unterhalten? Die Leerstelle war ausgemacht.
Zum Glück fanden sich Becci und Kristell und dachten sich: „Wenn wir diesen Podcast nirgendwo so kriegen, dann nehmen wir die Sache eben selbst in die Hand!“ Viele Monate und einen Rundruf unter Fußballfrauen später stehen wir nun hier und präsentieren euch freudig aufgeregt die Nullnummer von „FRÜF – Frauen reden über Fußball“.

In FRÜF steckt, was der Name verspricht: Frauen reden über Fußball. Hinter FRÜF steckt ein stetig wachsendes Podcast-Kollektiv von Frauen, für die Fußball mehr ist als nur eine Sportart. Wir sind Fans, Journalistinnen, Spielerinnen – und manche von uns sogar alles davon. Wir sind diskussionsfreudig, aber solidarisch. Uns interessieren fußballerische Trends, der Diskurs über 50+1 und die gesellschaftliche Relevanz von Antirassismus-Kampagnen des DFB genauso wie die Unterschiede im Umgang mit Frauen- und Männerfußball, die weibliche Fußballsozialisation und der Umgang mit Sexismus im Stadion. Über solche Fragen sprechen wir in wechselnder Besetzung in unserer monatlichen Sendung.

FRÜF ist keine Sportschau in Rosa und keine Analyse von Spielerfrauen-Instagram-Profilen – bei FRÜF geht es um Fußball. Punkt. Wir geben dabei weiblichen Perspektiven und Stimmen eine Plattform, die in anderen Sendungen einfach viel zu selten auftauchen – weil wir es können. Denn wir sind viele.